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Gefühlskontrolle: der richtige Umgang mit sieben extremen Emotionen

Posted 30. September 2015 in News

Lernen Sie Ihre Emotionen kontrollieren, damit Ihre Emotionen nicht Sie kontrollieren. Das ist das Motto dieses Textes, das sich vor allem zu Herzen nehmen sollte, wer sich gern von seinen Gefühlen in die falsche Richtung lenken lässt.

Emotionen sind nicht per se gut oder schlecht. Es kommt immer darauf an, wie man mit ihnen umgeht. Sich den eigenen Gefühlen bewusst zu sein und sie zu kontrollieren, ist das A und O, wenn man seinen Erfolg nicht durch unkontrollierte Gefühlsausbrüche gefährden will.

Gefühle beeinflussen die Gedanken und das Verhalten. Wer es schafft, sie zu kontrollieren, hat deshalb auch gute Chancen, negative Einstellungen zu ändern und störende Verhaltensweisen abzulegen. Folgende sieben Emotionen sind die wohl gefährlichsten – allein deshalb, weil sie meist in extremer Form auftauchen. Verwandeln Sie ihre negativen Wirkungen in etwas Gutes und machen Sie das Beste aus Angst, Furcht und Co.

 

1. Ärger und Wut: Tun Sie nichts, was Sie später bereuen.

Keine Frage: Auch Gutes entsteht aus Ärger und Wut. Die Bürgerrechtsbewegung beispielsweise entstand aus Wut gegenüber dem Rassismus. Leider sind diese Beispiele jedoch verschwindend klein gegenüber den negativen Auswirkungen, die meistens lauten: böse Worte und übereilte Entscheidungen.

Wut kann ausarten, wenn Sie nicht aufpassen. Am Ende bereuen Sie, laut gegenüber einem Mitarbeiter geworden zu sein, der nicht tat, was Sie wollten, oder müssen sich bei einem Kunden für eine schnippische Bemerkung entschuldigen. Lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen. Lernen Sie, die ersten Warnzeichen der Wut zu erkennen, und bemühen Sie sich, sofort ruhiger zu werden.

 

2. Angst: Vergeuden Sie keine Zeit mit Sorgen.

Dass Angst oft berechtigt ist, steht ausser Frage. Keine gute Idee ist hingegen, sich über Dinge zu sorgen, die Sie nicht kontrollieren können. Zu viel Zeit geht drauf mit katastrophalen Vorhersagen und endlosen „Was-wäre-wenn“-Szenarien.

Unproduktive Sorgen in aktive Problemlösung zu verwandeln, ist da viel besser. Ändern Sie, was Ihnen Angst macht und unternehmen Sie etwas, um Katastrophen gar nicht erst aufkommen zu lassen, statt sich ständig den Kopf darüber zu zerbrechen, wie schlimm diese oder jene Situation wäre.

 

3. Enttäuschung: Geben Sie nicht auf.

„Ich kann das nicht“ oder „Das ist zu schwierig“ sind Gedanken, die aus Enttäuschungen entstehen. Diese Art zu denken zieht aber nur weiter in den Sog, der nach unten führt. Schlussendlich trauen Sie sich weniger zu, bemühen sich deshalb gar nicht erst und geben vielleicht grundlos auf.

Die Gefahr von Enttäuschungen besteht darin, dass sie die Leistungen eines Menschen negativ beeinträchtigen können. Kämpfen Sie dagegen an, indem Sie selbst Ihr bester Motivator werden. Glauben Sie Ihrer inneren Stimme, die Sie ermutigt und anfeuert und lassen Sie sich vom lähmenden Gefühl der Enttäuschung nicht ausschalten.

 

4. Traurigkeit: Ziehen Sie sich nicht zurück.

Die meisten Menschen neigen dazu, sich zurückzuziehen, wenn sie traurig sind. Eine Weile mag das in Ordnung sein, aber auf lange Sicht macht Isolation das Elend noch größer. Allein und Trübsinn blasend ist der Weg zurück ins Leben um einiges schwerer.

Die beste Therapie ist die Gesellschaft von Menschen, die einen lieben. Auch wenn es Überwindung kostet – die Chance auf Ablenkung, darauf, sich besser zu fühlen und eventuell sogar wieder zu lachen, ist inmitten der Familie oder der Freunde größer.

 

5. Furcht: Meiden Sie nicht alles und jeden.

Furcht ist ein schlimmes Gefühl und es liegt in der Natur des Menschen, zu meiden, wovor er sich fürchtet. Alles, wirklich alles und auch jeden zu meiden, vor dem Sie sich fürchten, kann Sie aber leider davon abhalten, Ihre Ziele zu erreichen.

Vielleicht hält Sie die Furcht, zurückgewiesen zu werden, davon ab, sich auf eine höhere Stelle zu bewerben, oder die Furcht zu versagen ist schuld daran, dass Sie Ihre Businessidee noch nicht umgesetzt haben. Der einzige Weg, das zu ändern, ist der: Stellen Sie sich Ihrer Furcht. Wenn Sie ein paarmal geschafft haben, etwas Furchteinflössendes zu tun, wächst Ihr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Sie werden weniger Furcht empfinden.

 

6. Aufregung: Übersehen Sie die Risiken nicht.

Nicht nur negative Gefühle können eine Karriere durch unüberlegte Handlungen gefährden. Aufregung spielt auch eine Rolle. Wenn Sie sehr aufgeregt und enthusiastisch an eine Sache herangehen, unterschätzen Sie mögliche Risiken leichter und überschätzen Ihre eigenen Fähigkeiten und Chancen.

Egal, um was es geht – den Job zu kündigen, um selbstständig zu werden, eine teure Anschaffung usw. – vergessen Sie nicht, dass ALLE Gefühle Ihre Entscheidungen beeinflussen, auch die guten. Wägen Sie also die Pros und Contras gegeneinander ab, die für die Entscheidung wichtig sind, damit Sie vor lauter Aufregung einen kühlen Kopf bewahren.

 

7. Scham: Verstecken Sie sich nicht.

Scham ist ein überwältigendes Gefühl, bei dem Sie am liebsten verschwinden möchten. Sie wollen Fehler vertuschen oder verbergen, wer Sie wirklich sind.

Verleugnen Sie nichts, was Sie in der Vergangenheit getan haben. Bringen Sie sich durch Lügen, Ausreden usw. nicht in Schwierigkeiten, sondern bleiben Sie möglichst authentisch. Stehen Sie zu Ihren Fehlern (und beheben Sie sie wenn möglich), trotz beschämender Gefühle, die damit einhergehen.